Strukturwandel im Kreis Heinsberg nach dem Ende der Braunkohle

Die drei CDU-Abgeordneten des Kreises Heinsberg, Wilfried Oellers MdB, Bernd Krückel MdL und Thomas Schnelle MdL legen in einer gemeinsamen Erklärung ihre Standpunkte zum Strukturwandel im Kreis Heinsberg nach dem Ende der Braunkohle im Rheinischen Revier dar. Mit diesem Positionspapier weisen die drei Abgeordneten auf die Begleiterscheinungen der Tagebaue hin und skizzieren im Schwerpunkt die Folgen des geplanten Ausstiegs aus der fossilen Energiegewinnung.

Mit ihrer gemeinsamen Erklärung wollen die drei CDU-Vertreter den Grundstein für eine positive Weiterentwicklung des Kreises Heinsberg legen. Zunächst geht es ihnen darum, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen im Kreis Heinsberg für die Thematik zu sensibilisieren. Die anschließende Herausforderung an die Politik wird sein, den Ausstieg aus dem Tagebau dergestalt vorzubereiten, dass es nicht zu unbeabsichtigten Nebeneffekten und Strukturbrüchen kommt. Gleichzeitig gilt es, sowohl die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts als auch der Wohn- und Lebensqualität mindestens zu erhalten, wenn nicht gar zu steigern.

Bundestagsabgeordneter Wilfried Oellers führt dazu aus: „Die Menschen im Kreis Heinsberg haben schon einmal tatkräftig bewiesen, dass Strukturwandel gelingen kann. Gerade im Zeitalter der Digitalisierung sind neue Technologien und innovative Ansätze von besonderer Bedeutung. Aber für unsere regionale Strukturentwicklung, die unsere vor Ort tatsächlich betroffenen Menschen mitnimmt, sind die Ansiedlung von produzierenden Unternehmen und die Schaffung von Arbeitsplätzen im produzierenden Gewerbe und in der Industrie noch wichtiger. Hierdurch können auch die derzeit im Braunkohlenabbau und in der –verstromung tätigen Fachkräfte an die Region gebunden werden.“

Der Landtagsabgeordnete Bernd Krückel schließt sich den Ausführungen seines Vorredners an und betont: „Wir fordern Bund und Land dazu auf, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen, den Städten und Gemeinden im Kreis Heinsberg einen größeren Handlungsspielraum zu geben, damit sie eine zukunftsorientierte und nachhaltige Siedlungs- und Gewerbeflächenentwicklung umsetzen können.“ Eine besondere Chance sieht er in der Entwicklung des Industriegebiets Geilenkirchen-Lindern in direkter Nähe zur Aachen-Jülicher Hochschul- und Forschungslandschaft.

Thomas Schnelle, Landtagsabgeordneter des Nordkreises, weist darauf hin, dass insbesondere die Menschen im näheren Umfeld von Garzweiler II einen hohen Preis zahlen mussten. Die erzwungenen Umsiedlungen und der damit verbundene Verlust von Heimat durch gesellschaftlich-soziale und naturräumliche Strukturen seien unwiederbringlich. „Deshalb müssen wir für die Menschen im Nordosten und Osten unseres Kreises – vor allem auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz – regionalökonomisch starke Strukturen aufbauen. Es kann und darf nicht sein, dass diese Region mit ihrem Ressourcenreichtum erheblich zum Wohlstand der gesamten Bundesrepublik beigetragen hat und nach dem Ende der Tagebaue strukturell abgehängt wird.“

Die Erklärung der drei Abgeordneten wurde bereits der CDU-Fraktion des Kreistags Heinsberg vorgestellt und wird von dieser einstimmig unterstützt.

Die gemeinsame Erklärung "Strukturwandel im Kreis Heinsberg nach dem Ende der Braunkohle" finden Sie hier.

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